Lithografie, auch Steindruck genannt, wurde am Ende des 19. Jahrhunderts von Alois Senefelder als Vervielfältigungstechnik erfunden und hat eine schnelle Verbreitung in den künstlerischen Kreisen genossen. In diesem Flachdruckverfahren wird eine auf dem solnhofener Kalkschieferstein mit fetthaltigen Materialien angefertigte Zeichnung chemisch präpariert und anschließend auf Papier gedruckt. Am Ende des 19. Jahrhundert floriert die farbige Lithografie und die Plakatkunst. IMG_3181

IMG_3182In den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts wird die Technik des Steindrucks zunehmend durch die Weiterentwicklung des Flachdruckes – Offset – aus dem industriellen Bereich abgelöst; es wird in erster Linie auf Zink und Aluminiumplatten in fotomechanischen Verfahren gearbeitet. Im künstlerischen Bereich dagegen begeistert die unnachahmliche Ausdrucksweise der Technik immer noch viele Menschen mit ihrer graphischen Sprache und Farbintensität. Die Lithografie erlaubt komplexe Farbnuancen ohne Raster auf eine Oberfläche zu übertragen, besitzt eine luftige, körnige Linie und bietet eine unglaublich breite Palette an weiteren grafischen Möglichkeit.
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IMG_3186In der Druckgrafischen Werkstatt Pawlow wird auf alten Maschinen gedruckt: Auf einer Kniehebelpresse von „Karl Krause“ (Druckfomat 80×120 cm), Tritthebelpresse von „Steinmesse und Stollberg“ mit elektrischem Kraftantrieb (Druckformat 50x 72 cm) und auf einer Flachbettoffsetpresse (Druckformat 60x 40 cm).
Hier werden lithografische Erzeugnisse: Grafische Einzelblätter, Editionen und Künstlerbücher hergestellt.

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